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Das Deutsch-Tschechische Gesprächsforum

Das Deutsch-Tschechische Gesprächsforum wurde am 27. Dezember 1997 auf Grundlage der Deutsch-Tschechischen Erklärung vom 21. Januar 1997 gegründet. Es hat die Aufgabe unter Beteiligung aller an einer engen und guten deutsch-tschechischen Partnerschaft interessierten Kreise den deutsch-tschechischen Dialog zu pflegen. Als leitender Ausschuss des Gesprächsforums fungierte bis Ende 2004 ein Koordinierungsrat, dessen je 20 deutsche und tschechische Mitglieder von beiden Regierungen auf jeweils zwei Jahre ernannt wurden. Auf seinen Treffen befasste er sich mit der Analyse des gegenwärtigen Standes der gemeinsamen Beziehungen und entwarf Perspektiven zur Fortentwicklung der Zusammenarbeit. Er bereitete insbesondere die einmal jährlich stattfindende Konferenz des Gesprächsforums vor, an der stets etwa 100 - 200 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur teilnahmen.

Das Gesprächsforum wurde in den letzten sechs Jahren seiner Tätigkeit zu einem etablierten Bestandteil der deutsch-tschechischen Beziehungen. Mit der Erweiterung der Europäischen Union im Mai 2004 und neuen globalen Herausforderungen bestimmen heute neue Themen auch die deutsch-tschechische Agenda. Darüber wie diese neue Qualität der deutsch-tschechischen Beziehungen in einem erweiterten Europa auch im Gesprächsforum abgebildet werden kann, haben sich Bundesaußenminister Fischer und der tschechische Außenminister Svoboda Anfang September 2004 verständigt. Die Ergebnisse dieser Verständigung sind festgehalten im Aide mémoire vom 09. September 2004 über die weitere Tätigkeit des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums.

Schwerpunkt der Arbeit des Gesprächsforums bleibt weiterhin die Durchführung einer jährlichen Konferenz, bei der unter Einbeziehung der deutschen und tschechischen Öffentlichkeit, insbesondere auch der jungen Generation, Themen von deutsch-tschechischer Relevanz vor dem Hintergrund der Partnerschaft beider Länder in der Europäischen Union diskutiert werden.

Beide Außenminister berufen künftig für eine Amtszeit von zwei Jahren statt des Koordinierungsrates je einen Vorsitzenden und bis zu zehn Mitglieder eines Beirates des Gesprächsforums von jeder Seite. Es handelt sich dabei um Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen der Zivilgesellschaft, die sich für die Zukunft der deutsch-tschechischen Beziehungen besonders interessieren und sich in diesem Bereich aktiv engagieren. Unter der Leitung der Vorsitzenden soll der Beirat als "Ideenkatalysator" relevante Themen für die deutsch-tschechische Öffentlichkeit identifizieren und für die Jahreskonferenzen aufbereiten. Deutscher Vorsitzender ist seit Anfang 2007 Prof. Gert Weisskirchen, MdB a.D.. Den tschechischen Vorsitz hat Senator Luděk Sefzig übernommen.

Das deutsch-tschechische Gesprächsforum wird aus den Mitteln des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds finanziert.

 

 

 



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