2024 – Potsdam

Grenzenlos vernetzt: Zukunftsperspektiven der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit in Europa

Die Jahreskonferenz in Potsdam befasste sich mit dem Erbe der Samtenen Revolution und den Erfahrungen aus der Zeit der gesellschaftlichen Transformation seit 1989. Weitere Themen waren der grenzüberschreitende Verkehr und die grenzüberschreitende Mobilität, die aktuellen Herausforderungen in Mittel- und Osteuropa 35 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sowie die Zukunft des Projekts Europa aus Sicht der jungen Generation.

2023 – Prag

Verstehen wir uns wirklich? Die Polykrise und ihre Lösung

Die Jahreskonferenz in Prag beschäftigte sich mit dem Thema Kommunikation in Zeiten der Polykrise. Diskutiert wurden u.a. die Situation in der Ukraine, der Terrorangriff der Hamas auf Israel sowie die Notwendigkeit, Terrorismus und Antisemitismus den Kampf anzusagen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen betonten die Konferenzteilnehmer die Bedeutung zwischenstaatlicher Kommunikation. Die deutsch-tschechischen Beziehungen wurden dabei als inspirierendes Beispiel für andere bilaterale Beziehungen hervorgehoben.

2022 – Bamberg

Deutsche und Tschechen gestalten gemeinsam den europäischen Epochenumbruch

Im Zentrum der Jahreskonferenz in Bamberg stand die Invasion Russlands in die Ukraine und ihre Folgen für Europa. Zu den grundlegenden Themen der Konferenz zählten die Haltung gegenüber der russischen Aggression, die gemeinsame EU-Politik sowie die energiepolitische und militärische Sicherheit Europas. Des Weiteren diskutierten die Konferenzteilnehmer über die von der tschechischen Regierung gesetzten Impulse während der EU-Ratspräsidentschaft und die Frage, in welche Richtung sich eine einheitliche EU-Politik künftig entwickeln solle.

2021 – Brünn

Deutschland und Tschechien: Was verbindet uns und wie vernetzen wir uns in einem Europa nach Corona?

Im Fokus der Jahreskonferenz stand die Frage, wie sich die deutsch-tschechischen Beziehungen in einem Europa nach Corona weiter entwickeln. Die Konferenzteilnehmer debattierten u.a. über Mobilität, Digitalisierung und den Green Deal. Mit Hinblick auf die Corona-Pandemie kamen sie zu dem Schluss, dass sich die deutsch-tschechischen Beziehungen trotz anfänglicher Verstimmungen aufgrund der Grenzschließungen insgesamt als widerstandsfähig und solide erwiesen haben.

2020 – online

Die Europäische Union in Krisenzeiten: Chance oder Bedrohung? Deutsche und tschechische Perspektive

Im Fokus der Jahreskonferenz lag die Zusammenarbeit Deutschlands und Tschechiens während der Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf europäischer Ebene. Diskutiert wurde über die bilaterale Koordination, offene Grenzen, Bildung und europäische Solidarität. Als großer Erfolg der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit kann die Einrichtung einer ständigen bilateralen Koordinierungsgruppe unter Einschluss der Bundesländer Sachsen und Bayern gewertet werden. Die Gruppe wurde auf Initiative des Beirats des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums gegründet.

2019 – Leipzig

1989–2019: Und was weiter?

Die Jahreskonferenz in Leipzig zog Bilanz über die Entwicklung seit 1989 und untersuchte, wie sich die deutsche und tschechische Gesellschaft in den vergangenen dreißig Jahren verändert haben. Die Konferenzteilnehmer diskutierten darüber, ob sich die damaligen Erwartungen erfüllt haben, welche Folgen die wirtschaftliche Transformation hatte und wie sich die Demokratie nach dem Fall des Eisernen Vorhangs entwickelt hat. Der abschließende Teil der Konferenz befasste sich mit aktuellen Herausforderungen und der Frage, ob die jüngere Generation neue Ideale sowie eine gemeinsame Vision für die Zukunft beider Länder zu bieten hat.

2018 – Olomouc

Die Zukunft der deutsch-tschechischen Beziehungen aus der Sicht junger Deutscher und Tschechen

Die Jahreskonferenz in Olomouc befasste sich mit der Sichtweise junger Menschen auf Demokratie, technologischen Fortschritt und gesellschaftliche Entwicklungen in beiden Ländern. Diskutiert wurde u.a. darüber, wie junge Menschen das aktuelle Geschehen aktiv mitgestalten können, welche Rolle das Bildungssystem bei der Förderung demokratischer Werte spielt und warum es wichtig ist, Jugendliche schon früh in den öffentlichen Diskurs einzubeziehen. Die Konferenzteilnehmer beschäftigten sich außerdem mit den Themen Digitalisierung, dem Wandel des Arbeitsmarkts, der Notwendigkeit lebenslangen Lernens sowie den veränderten Anforderungen junger Menschen an die Arbeitswelt, die zunehmend vom Streben nach Sinnhaftigkeit und Work-Life-Balance geprägt sind.

2017 – Lauf an der Pegnitz

Was hält Europa zusammen? Deutsche und tschechische Antworten auf den Populismus

Im Fokus der Jahreskonferenz standen die Ursachen und Folgen des wachsenden Populismus in Europa. Die Konferenzteilnehmer befassten sich mit der Frage, wie diese Entwicklung das Verständnis von Demokratie, Identität und Kohäsion in Europa beeinflusst. Diskutiert wurde über den Wandel der Gesellschaft, wirtschaftliche Ungleichheiten, die Folgen des Globalisierungsprozesses und des wachsenden Misstrauens gegen Offenheit und Toleranz, die zu einem Erstarken nationalistischer und autoritärer Tendenzen führen.

2016 – Marienbad und Kloster Tepl

Die Angst vor dem Fremden

Die Jahreskonferenz befasste sich den Themen Migration und Integration in Deutschland, Tschechien und Europa. Die Konferenzteilnehmer konstatierten, dass Deutschland und Tschechien in den Bereichen Politik, Wissenschaft und Kultur ausgezeichnete Beziehungen unterhielten, die sich dank des kontinuierlichen strategischen Dialogs weiter vertiefen. Eklatante Unterschiede bestünden jedoch in der Wahrnehmung der Flüchtlingskrise. Die Vorstellung eines Zusammenlebens mit Menschen verschiedener ethnischer Herkunft und religiöser Konfession sei für beide Gesellschaften immer noch eine Herausforderung. Beim Bemühen um Integration sei es deshalb unerlässlich, auf den europäischen Werten einer offenen, pluralistischen Gesellschaft zu beharren, gleichzeitig jedoch keine komplette Verdrängung der jeweiligen Herkunftskulturen zu verlangen.

2015 – Konstanz

Das Verhältnis von Staat und Religion in Deutschland und Tschechien

Im Fokus der Jahreskonferenz stand das Verhältnis von Religion und Staat in Deutschland und Tschechien. Vor dem Hintergrund des Konstanzer Konzils vor 600 Jahren befassten sich die Konferenzteilnehmer mit der historischen Entwicklung und diskutierten über die heutige gesellschaftliche Bedeutung von Religion in beiden Ländern, u.a. mit Hinblick auf die aktuelle Angst vor einer zunehmenden Islamisierung der westlichen Gesellschaften im Zuge der Migration.

2014 – Litoměřice

Deutsch-tschechische Nachbarschaft: Erinnerungskultur für die Zukunft

Die Jahreskonferenz befasste sich mit verschiedenen Aspekten des kollektiven Gedächtnisses. Die Konferenzteilnehmer konstatierten, dass das Vertrauen zwischen Deutschen und Tschechen seit 1989 gewachsen ist, die unterschiedliche Wahrnehmung der Vergangenheit überwunden wurde und die bilateralen Beziehungen heute so von gegenseitigem Verständnis geprägt sind. Gleichzeitig ging aus den Gesprächen hervor, dass zwischen Deutschen und Tschechen immer noch verschiedene Tabus und Reibungsflächen bestehen. Da Vorurteile und selektive Erinnerungen die objektive Wahrnehmung der Vergangenheit behindern, sollten sie gemeinsam und mit Offenheit angegangen werden.

2013 – Görlitz

Was tun? Deutsche und tschechische Strategien zum demografischen Wandel

Im Zentrum der Jahreskonferenz in Görlitz standen der demografische Wandel und seine Folgen für die deutsche und tschechische Gesellschaft. Die Konferenzteilnehmer kamen zu dem Schluss, dass beide Länder tiefgreifende Veränderungen im Bereich Bildung, Arbeit und Sozialwesen durchführen müssen, um sich den demografischen Herausforderungen zu stellen. Dabei ging klar hervor, dass diese Veränderungen unter Einbezug aller gesellschaftlicher Akteure sowie grenzüberschreitend vollzogen werden müssen.

2012 – Ostrava

Verhinderung eines Blackouts, Einsparungen und technologischer Fortschritt: Prioritäten der deutsch-tschechischen Energiekooperation

Die Jahreskonferenz in Ostrava stellte die gegenwärtigen und geplanten Konzepte der deutschen und tschechischen Energiepolitik vor sowie ihre Rolle in den Beziehungen zwischen beiden Ländern. Die Konferenzteilnehmer reflektierten darüber hinaus auch umstrittene Bereiche der Energiepolitik, wie z.B. die Zukunft von Atomkraft und erneuerbaren Energien.

2011 – Passau

Identitäten und Staatsbürgerschaften in Europa. Deutsche und tschechische Perspektiven

Die Jahreskonferenz in Passau befasste sich mit der aktuellen Rolle der Nationalstaaten und deren Staatsbürgerschaften in einem vereinigten Europa. Diskutiert wurde die Bedeutung der Unionsbürgerschaft als Fortentwicklung und Konkurrenz zu den nationalen Staatsbürgerschaften. Gleichzeitig wurden die daraus erwachsenden Konsequenzen für den Einzelnen analysiert. Erörtert wurde außerdem die Frage, wie Deutsche und Tschechen Europa definieren, ob als Werte- oder Interessensgemeinschaft.

2010 – Prag

Innovationen – Chancen, Risiken, Voraussetzungen. Deutsch-tschechische Impulse

Zwei Jahre nach Ausbruch der globalen Finanzkrise wurden deutsche und tschechische Perspektiven und Lösungsansätze in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutiert. Insbesondere ging es darum, wie in Wirtschaft und Gesellschaft ein innovatives Umfeld geschaffen werden kann, und welche Risiken dabei zu berücksichtigen sind.

2009 – Heidelberg

20 Jahre danach. Von den friedlichen Revolutionen zur europäischen Integration

Im Mittelpunkt der Jahreskonferenz 2009 stand das zwanzigjährige Jubiläum der friedlichen Revolutionen in Mitteleuropa. Ausgehend von den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen, die sich seither vollzogen haben, richtete sich der Blick insbesondere auf den zukünftigen Weg Deutschlands und Tschechiens in der Europäischen Union.

2008 – Pilsen

Gesellschaft ohne Struktur? Bedeutung des Subsidiaritätsprinzips in den deutsch-tschechischen Beziehungen

Nach der begrifflichen Klärung und historischen Verortung des Subsidiaritätsprinzips wurde dessen Bedeutung für die bilateralen Beziehungen und den europäischen Integrationsprozess erörtert. Verschiedene Organisationen stellten darüber hinaus ihre grenzüberschreitenden Aktivitäten vor.

2007 – Erfurt

Identitäten und Lebensstile von Deutschen und Tschechen in einem Europa der Migration, Integration und Multikulturalität

In Erfurt wurden die Konsequenzen des Transformationsprozesses seit 1989 diskutiert. Dabei lag der Fokus sowohl auf den Veränderungen individueller Lebensentwürfe als auch auf der durch die Migration bedingten gesellschaftlichen Dynamisierung. Erörtert wurde insbesondere die Position von Minderheiten in beiden Ländern.

2006 – Liberec

Barrieren durch Bildung überwinden

Auf der Agenda der Jahreskonferenz in Liberec standen nationale Bildungsstrategien und ihre Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien. Diskutiert wurde über neue Herausforderungen im Bereich Bildung, europäische und nationale Bildungsstrategien der Zukunft sowie deutsch-tschechische Bildungsinitiativen.

2005 – Berlin

Deutsche und Tschechen im Jahr 2005. Was bedeuten 60 Jahre Frieden und europäische Integration für die gegenseitigen Beziehungen?

Im Zentrum der Diskussionen in Berlin standen die deutsch-tschechischen Beziehungen im europäischen Kontext sechzig Jahre nach Kriegsende und ein Jahr nach dem Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union. Die Konferenzteilnehmer beschäftigten sich dabei mit der Frage, inwieweit sich aus den nationalen Identitäten eine europäische Identität entwickeln kann und welche Rolle dabei der Zivilgesellschaft zukommt.

2004 – Prag

Modernisierung des Sozialstaates in Europa

Die Jahreskonferenz in Prag beschäftigte sich mit der Frage, wie gegenwärtig sowie in Zukunft in beiden Ländern mit dem Begriff der Sozialstaatlichkeit umgegangen werden soll. Thematisiert wurden die durch den demographischen Wandel gegebenen Herausforderungen, die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und die globale Umverteilung von Arbeit.

2003 – München

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft: Deutschland und Tschechien nach dem Europäischen Rat von Kopenhagen

Die Jahreskonferenz in München befasste sich mit den Perspektiven und Aufgaben beider Länder nach der Tagung des Europäischen Rats in Kopenhagen. Die Konferenzteilnehmer tauschten sich insbesondere darüber aus, wie die Zusammenarbeit in den Grenzregionen intensiviert werden kann.

2002 – Berlin

Entwicklung der deutsch-tschechischen Beziehungen seit der Deutsch-tschechischen Erklärung von 1997

Der 5. Jahrestag der Unterzeichnung der Deutsch-tschechischen Erklärung war Anlass, ein Resümee des bisher Erreichten zu ziehen sowie Perspektiven für die zukünftige Zusammenarbeit aufzuzeigen. Zu diesem Zweck wurden deutsche und tschechische Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zu Gesprächen nach Berlin eingeladen.

2001 – Mladá Boleslav

Deutsch-tschechische wirtschaftliche Zusammenarbeit

Im Mittelpunkt der Jahreskonferenz in Mladá Boleslav standen die deutsch-tschechischen Beziehungen zwischen Unternehmen und Banken sowie die Eingliederung der Tschechischen Republik in die europäischen Wirtschaftsstrukturen. Behandelt wurden außerdem gesellschaftliche Fragen im Kontext der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Tschechien.

2000 – Hamburg

Europäische Sicherheit als gemeinsames Anliegen Tschechiens und Deutschlands

Die Gespräche in Hamburg standen ganz im Zeichen sicherheitspolitischer Fragen. Erörtert wurden die Mitgliedschaft Deutschlands und Tschechiens in der NATO, sicherheitspolitische Aufgaben, die im Rahmen der EU zu bewältigen sind, sowie die Lehren, welche beide Länder aus dem Einsatz im Kosovo ziehen können.

1999 – Brünn

Deutsche und Tschechen in einem vereinigten Europa

Zentrale Themen der Jahreskonferenz in Brünn waren Fragen der Erweiterung der Europäischen Union und des Beitritts der Tschechischen Republik zur EU. Verdeutlicht wurde die Notwendigkeit, die deutsch-tschechischen Aktivitäten auf die Zukunft auszurichten, ohne dabei die Vergangenheit aus den Augen zu verlieren.

1998 – Dresden

Die erste Jahreskonferenz des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums in Dresden befasste sich mit der gemeinsamen Verantwortung von Deutschen und Tschechen in Europa, Fragen zu Bildungswegen, Jugendaustausch sowie Möglichkeiten der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Kultur.